Baden gehen mit Chanel

Gisele Bündchen «So excited to introduce a behind the scene picture of my next campaign for Chanel Nr.5»

Es gibt Werbung, die nimmt man gar nicht als solche wahr. Für Parfüm zum Beispiel. Da werden manchmal die absoluten Topregisseure ins Boot geholt, um ganze Kurzfilme zu drehen. So auch bei der Produktion des jüngsten Werbeclips für Chanel N°5 mit „Der große Gatsby“-Mastermind Baz Luhrman und Gisele Büdchen in der Hauptrolle des Surfergirls mit Beziehungsproblemen. Im Making of erzählt Luhrman vom Paradox des Chanel Mädchens, gleichzeitig sinnlich und zweckmäßig gekleidet zu sein. Das mache die DNA von Chanel aus. Gerade das macht die Marke auch für mich faszinierend. Ich möchte mich nicht zwischen adrett und praktisch entscheiden, die Symbiose aus beidem liefert Chanel. Nun aber genug der Markenphilosophie. Ich gebe zu, dass die erzählte Geschichte des Films für mich beim Anblick Giseles Outfits etwas in den Hintergrund rückt.

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Streifen des Monats: Oh Boy

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Was in Berlin passiert, meint jeder ungefähr zu kennen. Da pulsiert das Leben, da sind Millionen kreative Menschen auf der Suche nach Identität, Aufmerksamkeit und Selbstverwirklichung. Da locken tausende Versuchungen und Möglichkeiten an jeder Straßenecke, da werden Trends gemacht. Berlin ist laut, schnell und mitreißend. Das alles gibt es in „Oh boy“ nicht zu sehen. Hier wird der vermeintliche Durchschnittstyp Niko Fischer einen Tag lang auf seinem Streifzug durch die Stadt begleitet. In schwarz-weiß.

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Bekanntheiten im Streifenshirt – Pablo Picasso

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Eines der bedeutendsten Gemälde Pablo Picassos, „Les femmes d’Alger“, wurde heute in New York für 180 Millionen Dollar versteigert. Das ist ein neuer Weltrekord. Grund genug, das Leben des spanischen Malers, Bildhauers und Grafikers zu betrachten. Immerhin gilt er als einer der wichtigsten und einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Außerdem verlieh Picasso dem Streifenshirt eine latent intellektuelle Aura – wie sie Avantgardisten nun mal umgibt.

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Die Vorzüge des Fahrradfahrens

 Die modernen Städter haben es schon längst neu für sich entdeckt: Fahrradfahren ist wieder hip. Vor einigen Jahrzehnten galt das Auto noch als klares Statussymbol. Es stand für Freiheit, Reichtum und schnelles Vorankommen im Rennen, das sich Leben nennt – durchaus Werte, die in unserer heutigen Individualisten- und Selbstoptimierergesellschaft noch Platz haben. Inzwischen sind aber weitere dazugekommen, wie beispielsweise Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit. Hier kommt das Fahrrad ins Spiel.

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Über das Potenzial des ernsthaften Aufzugs

Kennt jemand noch Simon Gosejohanns Klamauk-Sendung „Comedystreet“? In dieser lief er unter anderem mal verkleidet als harter Rocker mit Lederkluft, Cowboystiefeln, blonder Perrücke und Pilotensonnenbrille durch die Straßen und sprach Passanten mit Fistelstimme an – bis ihm einfiel, dass er zum Blockflötenunterricht müsse und davoneilte. In dieser Rolle interviewte er sogar Lemmy Kilmister, Sänger von Motörhead. Der Gag entstand durch die Differenz zwischen Erwartungen und Wirklichkeit. Ein weniger lustiges Beispiel: Der New Yorker Investmentbanker Patrick Bateman aus „American Psycho“. Während er in der Öffentlichkeit die Fassade des reichen Yuppies mit teurem Kleidungsstil wahrt, begibt er sich privat in eine Abwärtsspirale aus Gewaltexzessen und Drogen.

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