Streifen des Monats: Victoria

https://i2.wp.com/static.bz-berlin.de/data/uploads/2015/06/137894694_6eb345ab0e-1024x576.jpeg

In der Nacht scheint alles möglich. Die Realität hat Pause, an ihre Stelle treten die Abenteuer. Der Film „Victoria“ zeigt 140 Minuten lang, was dann passieren kann. In Echtzeit, ohne Schnitt. Möglich machten das der Regisseur Sebastian Schipper, sechs Regieassistenten, der Kameramann Sturla Brandth Grøvlen und drei komplette Tonteams. Der Film ist alleine wegen dieser Fakten sensationell, denn die Machart entzieht sich bisherigen Gewohnheiten. Ich habe „Victoria“ gestern im Kino gesehen und stecke gedanklich noch immer etwas im Rausch dieser Produktion auf Messers Schneide.

Weiterlesen

Advertisements

Streifen des Monats: Oh Boy

https://i0.wp.com/www.videoload.de/images/WUHosting09/images/warner/pic_1554663.jpg

Was in Berlin passiert, meint jeder ungefähr zu kennen. Da pulsiert das Leben, da sind Millionen kreative Menschen auf der Suche nach Identität, Aufmerksamkeit und Selbstverwirklichung. Da locken tausende Versuchungen und Möglichkeiten an jeder Straßenecke, da werden Trends gemacht. Berlin ist laut, schnell und mitreißend. Das alles gibt es in „Oh boy“ nicht zu sehen. Hier wird der vermeintliche Durchschnittstyp Niko Fischer einen Tag lang auf seinem Streifzug durch die Stadt begleitet. In schwarz-weiß.

Weiterlesen

Streifen des Monats: Blue Jasmine

https://i2.wp.com/expatspost.com/wp-content/uploads/13-BlueJasmine-u-can-see-meltdown-in-cates-eyes-as-jasmine.jpg

Cate Blanchett in der Rolle, die ihr 2014 den zweiten Oscar einbrachte: Blue Jasmine bietet Fans von Woody Allens Filmen wieder all das, was sie lieben. Schrullige Figuren auf der Suche nach dem richtigen Lebensweg und allerlei Irrungen, Wirrungen und versteckter Wahrheiten, die natürlich alle ans Licht kommen.

Erscheinungsjahr: 2013

Regie: Woody Allen

Hauptrollen: Cate Blanchett, Alec Baldwin, Sally Hawkins

Der Plot: Jasmine redet zu viel. Sie nervt. Schon auf dem Flug von New York nach San Francisco, ihre neue Heimatstadt, strapaziert sie mit unendlichen Selbstgesprächen die Geduld ihrer Sitznachbarin. Außerdem ist Jasmine abgebrannt und irre. Als die kriminellen Geschäfte ihres überaus reichen Mannes aufflogen und er ins Gefängnis waderte, bekam sie einen Nervenzusammenbruch. Weil Jasmine aber nicht alleine sein kann, zieht sie zu ihrer Schwester Ginger. Der eröffnet sie auch gleich, sie „habe Schulden, dass es knallt.“ Ein rarer Moment der Selbstreflexion, die übrige Zeit ertränkt sie ihre Sorgen nämlich lieber in Martinis.

Eigentlich hatte Jasmine alles: Geld, Status, ein Riesenhaus, einen mit Designerteilen überfüllten Kleiderschrank, feine Gesellschaft, das süße Leben und einen fremdgehenden fürsorglichen Ehemann. Während sie es sich gut gehen ließ, vermied sie den Kontakt zu Ginger. Beide wurden adoptiert und haben ziemlich verschiedene Lebensweisen. Nun müssen sie versuchen miteinander klar zu kommen. Vor allem Jasmine fällt das schwer – ohne Geld und einflussreiche Kontakte. Besonders mit Gingers Freund kann sie sich schwer arrangieren.

Wer Woody Allens Filme kennt, weiß wie schräg und urkomisch seine Charaktere gezeichnet sind. Auch Blue Jasmine bietet wieder einen wunderbaren Blick hinter die perfekt aufgebauten Fassaden von Menschen. Oft weiß man nicht, ob lachen oder weinen angebrachter ist. Jasmines ständige Bemühungen des Aufstiegs wirken urkomisch und tragisch zugleich. Besonders der Filmtitel klingt wunderbar mehrdeutig: Blue Jasmine spielt mit ihrer Alkoholsucht, Melancholie und „Blue moon“ (zu diesem Stück haben sich Jasmine und ihr Mann auf Martha’s Vineyard kennengelernt).

Streifen des Monats: Frühstück bei Tiffany

https://i1.wp.com/ecx.images-amazon.com/images/I/91PW0HsVqaL._SL1500_.jpgAudrey Hepburn hat eigentlich zwei Namen: Audrey Hepburn und Holly Golightly. Der Name einer Roman- und Filmfigur wird inzwischen so synonym gebraucht, dass man fast schon denken könnte, Audrey verkörperte sich selbst. Weil ihre graziösen Auftritten in feinstem Zwirn, auch privat, nunmal als sagenhaft glamourös gelten. Dass Holly Golightly aber nur äußerlich sehr viel mit Audrey Hepburn gemeinsam hat, scheint im Laufe der Jahrzehnte in Vergessenheit geraten zu sein.

Weiterlesen

Streifen des Monats: Renn, wenn du kannst

https://i0.wp.com/media.kika-dresden.de/filmbilder_gross/2587/Renn_wenn_du_kannst_1.jpg

Filme machen Sinn, manchmal auch Unsinn. Sie geben Einblicke, die man sonst nie bekäme und eröffnen Welten in jedem noch so kleinen Wohnzimmer. Sie zeigen ein Stück vom Leben, dem realen oder fantastischen. Filme wecken Interesse für  viele Themen, können bilden oder einfach nur unterhalten. Meine Liebe zum Film besteht schon seit einigen Jahren. Die Sammlung meiner Favoriten wächst stetig. Und weil man Gutes teilen sollte, präsentiere ich ab sofort jeden Monat einen neuen sehenswerten Streifen. Den Anfang macht „Renn, wenn du kannst“.

Weiterlesen