Und… Schnitt!

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Es soll ja Leute geben, die Angst vor einem neuen Haarschnitt haben. Die schon Tage vorher nervös überlegen, den Termin doch abzusagen. Die Frisur sitzt gerade irgendwie doch ganz gut… Später auf dem Stuhl feilschen sie dann um jeden Zentimeter, der trotz strohigen Spitzen bitte noch bleiben soll. Bitte!!! Sobald der Friseur die Schere zückt, weiten sich die Augen panisch. Ich habe mich schon oft gefragt, warum der Mensch um sein Haupthaar stets so besorgt ist. Schließlich wächst alles nach. Mein letzter Friseurbesuch ist gar nicht lange her und war eine Wohltat. Ein leichter, von überflüssigem Haargewicht befreiter Kopf bietet Platz für mehr Gedanken, so stelle ich mir das jedenfalls vor. Meine Entscheidung ist gefallen: Es soll noch kürzer.

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Das reicht mir

Buy Less, Choose Well. Vivienne Westwood Was ist passiert mit der Mode? Mid-season-sale? Fast fashion? Was für ein Wortmüll! Und die Müllkette wird länger, durch massenhafte Kleidungskäufe in kurzer Zeit. Sie scheinen vor allem zum Sport der jungen Generation geworden zu sein. Hat schon mal jemand von Euch Menschen drei volle Einkaufstüten nach Hause schleppen sehen und sich gefragt, was da alles drin sein soll? In sogenannten Shopping Hauls (für mich ein Unwort des Jahrzehnts) in Video- oder Postform verraten sie es online, werden geklickt und für ihren guten Geschmack ihre Kleiderhortung gefeiert. Youtube bietet beispielsweise aktuell rund 725.000 Videos zum Stichwort „Shopping Haul“. Ich kann nicht glauben, dass jemand so wenig Kleidung besitzt, dass er auf einen Schlag 350 Euro für über 60 Kleidungsstücke bei Primark bezahlt. (Diese Zahlen basieren auf einem Video, das wirklich existiert.) Jeder möchte ein großes Stück vom Modekuchen haben, natürlich für möglichst wenig Geld. So funktioniert das nur leider nicht.

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Baden gehen mit Chanel

Gisele Bündchen «So excited to introduce a behind the scene picture of my next campaign for Chanel Nr.5»

Es gibt Werbung, die nimmt man gar nicht als solche wahr. Für Parfüm zum Beispiel. Da werden manchmal die absoluten Topregisseure ins Boot geholt, um ganze Kurzfilme zu drehen. So auch bei der Produktion des jüngsten Werbeclips für Chanel N°5 mit „Der große Gatsby“-Mastermind Baz Luhrman und Gisele Büdchen in der Hauptrolle des Surfergirls mit Beziehungsproblemen. Im Making of erzählt Luhrman vom Paradox des Chanel Mädchens, gleichzeitig sinnlich und zweckmäßig gekleidet zu sein. Das mache die DNA von Chanel aus. Gerade das macht die Marke auch für mich faszinierend. Ich möchte mich nicht zwischen adrett und praktisch entscheiden, die Symbiose aus beidem liefert Chanel. Nun aber genug der Markenphilosophie. Ich gebe zu, dass die erzählte Geschichte des Films für mich beim Anblick Giseles Outfits etwas in den Hintergrund rückt.

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Die Vorzüge des Fahrradfahrens

 Die modernen Städter haben es schon längst neu für sich entdeckt: Fahrradfahren ist wieder hip. Vor einigen Jahrzehnten galt das Auto noch als klares Statussymbol. Es stand für Freiheit, Reichtum und schnelles Vorankommen im Rennen, das sich Leben nennt – durchaus Werte, die in unserer heutigen Individualisten- und Selbstoptimierergesellschaft noch Platz haben. Inzwischen sind aber weitere dazugekommen, wie beispielsweise Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit. Hier kommt das Fahrrad ins Spiel.

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Über das Potenzial des ernsthaften Aufzugs

Kennt jemand noch Simon Gosejohanns Klamauk-Sendung „Comedystreet“? In dieser lief er unter anderem mal verkleidet als harter Rocker mit Lederkluft, Cowboystiefeln, blonder Perrücke und Pilotensonnenbrille durch die Straßen und sprach Passanten mit Fistelstimme an – bis ihm einfiel, dass er zum Blockflötenunterricht müsse und davoneilte. In dieser Rolle interviewte er sogar Lemmy Kilmister, Sänger von Motörhead. Der Gag entstand durch die Differenz zwischen Erwartungen und Wirklichkeit. Ein weniger lustiges Beispiel: Der New Yorker Investmentbanker Patrick Bateman aus „American Psycho“. Während er in der Öffentlichkeit die Fassade des reichen Yuppies mit teurem Kleidungsstil wahrt, begibt er sich privat in eine Abwärtsspirale aus Gewaltexzessen und Drogen.

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