Die Vorzüge des Fahrradfahrens

 Die modernen Städter haben es schon längst neu für sich entdeckt: Fahrradfahren ist wieder hip. Vor einigen Jahrzehnten galt das Auto noch als klares Statussymbol. Es stand für Freiheit, Reichtum und schnelles Vorankommen im Rennen, das sich Leben nennt – durchaus Werte, die in unserer heutigen Individualisten- und Selbstoptimierergesellschaft noch Platz haben. Inzwischen sind aber weitere dazugekommen, wie beispielsweise Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit. Hier kommt das Fahrrad ins Spiel.

Das Rad als Fortbewegungsmittel hat schon auf den ersten Blick zahlreiche Vorteile: Wer will bei 20°C und Sonnenschein noch in der stickigen U-Bahn abhängen? Hinzu kommt, dass das Rad dem eigenen Fahrplan folgt. Ich kann jederzeit losfahren, ob nun zur Rushhour oder um drei Uhr morgens. Diese Freiheit entspannt. Sprints zur Haltestelle, Wartezeiten zäh wie Kaugummi und überfüllte Wagons fallen weg. Auf dem Radweg drängelt auch keiner, hier ist nämlich weniger los als auf der Straße. Stichwort Entschleunigung. blue bike On bike

Auch Geldadel steigt aufs Radl, Blair Waldorf beweist es!

Fahrradfahren ist tatsächlich eine beruhigende Tätigkeit: In die Pedale treten, sich in der Gegend umsehen und die Umwelt mit ihren Geräuschen und Gerüchen bewusst wahrnehmen. Ganz nebenbei abolviert der Radfahrer sein tägliches Workout. Schon eine halbe Stunde pro Tag zahlt sich aus. Neben den Kosten für Fitnessstudios oder teure Laufschuhe spart man natürlich auch das Spritgeld oder die Straßenbahn-Monatskarte. Allein der Gedanke, wofür das Gesparte stattdessen ausgegeben werden kann! Zum Beispiel für Folgendes:

Ganz oben auf meiner Wunschliste steht momentan ein Sattelbezug. Schick muss er sein, vor allem aber wasserdicht. Da mein Lenkerkorb nur wenig Gewicht transportieren kann, benötige ich außerdem eine Tasche für den Gepäckträger. Die Firma Brooks stellt seit 1878 Fahrradsättel und später auch Räder sowie allerlei ZUbehör in englischer Handarbeit her. Im Brooks-Onlineshop habe ich schon nach kurzer Recherche die Fahrradtasche meiner Träume entdeckt. Mit der Hampstead Holdall könnte ich sogar Wocheneinkäufe erledigen. Damit beim Gerüttel an den Bürgersteigauffahrten keine Flüssigkeiten auslaufen, benötige ich den Becherhalter von Electra. So kann auch während der Fahrt am Pfefferminztee genippt werden, Coolnessfaktor 3000.

fahrradwünsche

Becherhalter – Electra / Sattelbezug – Basil / Tasche – Brooks, Modell Hampstead Holdall

Besonders wenn es länger hell bleibt und die Temperaturen auch nach Sonnenuntergang noch angenehm lau sind, gehört das Radeln zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen. Mit dabei ist immer Musik – natürlich nur, wenn ich nicht gerade auf der Straße fahren oder eine Kreuzung überqueren muss. Meine Fahrrad-Playlist für jede Gelegenheit im Allgemeinen und abendliche Heimwege im Speziellen:

Honne, das sind zwei Jungs aus London. Sie machen modernen Electro-Soul, der sehr weich und etwas melancholisch klingt. Auf jeden Fall 2015-tauglich! Fans von Chet Faker dürften mit Honne äußerst glücklich werden.

Hot Chip machen schon seit dem Jahr 2000 Musik. Sechs Alben haben sie bereits veröffentlicht, Mitte Mai steht „Why make sense?“ an. Die Vorabveröffentlichung „Need you now“ überzeugt mich schon.

Mø ist endcool. Die Dänin macht leicht düsteren Elektropop. Im Radio ist sie mit „Lean on“ on vertreten, einer Kooperation mit Major Lazer und DJ Snake. „Beg for it“ hat sie zusammen mit Iggy Azalea eingesungen. Ihr eigenes Album ist auch am Start. Møs Sound eignet sich perfekt fürs Stadtcruisen am Wochenende.

Leslie Clio, fast schon vergessen, jetzt wieder da. Alleine macht sie eher langweilige Musik, Oliver Koletzki hat sie zur Abwechslung mal ihren Gesang geliehen. Und es funktioniert! Dieses Lied möchte ich nicht nur unterwegs hören, sondern auch das nächste mal, wenn ich ausgehe!

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6 Kommentare zu “Die Vorzüge des Fahrradfahrens

  1. Das mit dem nicht Drängeln funktioniert aber auch nicht überall. Hier in Holland stehen morgens und abends an den Ampeln mindestens genauso viele Radfahrer wie Autos – da kann es sogar vorkommen, dass nicht alle in einer Grünphase rüber kommen, weil jemand nicht schnell genug weg kommt. Aber dafür haben Fahrräder hier auch überall Vorfahrt – extrem praktisch :D

    • Oh, danke für den Einwurf! Holland gilt ja so ungefähr als das Radfahrerland überhaupt. Das mit den Grünphasen klingt zwar doof, dafür findet man während der Ampel-Wartezeiten bestimmt öfter jemanden zum Plaudern. :-)

      • Ja, und man braucht auch nicht lange warten, zum Glück :D So bald ein neuer Radfahrer kommt und über die Kontaktschleifen im Boden fährt, stellen sich alle Auto-Ampeln auf Rot und die Radfahrer dürfen aus allen Richtungen fahren – sehr praktisch :)

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