Streifen des Monats: Blue Jasmine

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Cate Blanchett in der Rolle, die ihr 2014 den zweiten Oscar einbrachte: Blue Jasmine bietet Fans von Woody Allens Filmen wieder all das, was sie lieben. Schrullige Figuren auf der Suche nach dem richtigen Lebensweg und allerlei Irrungen, Wirrungen und versteckter Wahrheiten, die natürlich alle ans Licht kommen.

Erscheinungsjahr: 2013

Regie: Woody Allen

Hauptrollen: Cate Blanchett, Alec Baldwin, Sally Hawkins

Der Plot: Jasmine redet zu viel. Sie nervt. Schon auf dem Flug von New York nach San Francisco, ihre neue Heimatstadt, strapaziert sie mit unendlichen Selbstgesprächen die Geduld ihrer Sitznachbarin. Außerdem ist Jasmine abgebrannt und irre. Als die kriminellen Geschäfte ihres überaus reichen Mannes aufflogen und er ins Gefängnis waderte, bekam sie einen Nervenzusammenbruch. Weil Jasmine aber nicht alleine sein kann, zieht sie zu ihrer Schwester Ginger. Der eröffnet sie auch gleich, sie „habe Schulden, dass es knallt.“ Ein rarer Moment der Selbstreflexion, die übrige Zeit ertränkt sie ihre Sorgen nämlich lieber in Martinis.

Eigentlich hatte Jasmine alles: Geld, Status, ein Riesenhaus, einen mit Designerteilen überfüllten Kleiderschrank, feine Gesellschaft, das süße Leben und einen fremdgehenden fürsorglichen Ehemann. Während sie es sich gut gehen ließ, vermied sie den Kontakt zu Ginger. Beide wurden adoptiert und haben ziemlich verschiedene Lebensweisen. Nun müssen sie versuchen miteinander klar zu kommen. Vor allem Jasmine fällt das schwer – ohne Geld und einflussreiche Kontakte. Besonders mit Gingers Freund kann sie sich schwer arrangieren.

Wer Woody Allens Filme kennt, weiß wie schräg und urkomisch seine Charaktere gezeichnet sind. Auch Blue Jasmine bietet wieder einen wunderbaren Blick hinter die perfekt aufgebauten Fassaden von Menschen. Oft weiß man nicht, ob lachen oder weinen angebrachter ist. Jasmines ständige Bemühungen des Aufstiegs wirken urkomisch und tragisch zugleich. Besonders der Filmtitel klingt wunderbar mehrdeutig: Blue Jasmine spielt mit ihrer Alkoholsucht, Melancholie und „Blue moon“ (zu diesem Stück haben sich Jasmine und ihr Mann auf Martha’s Vineyard kennengelernt).

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