Silvester – Gedanken zum Jahresende

"Have you ever thrown a fist full of glitter in the air?" - Pink Das Leben ist ein ewiger Kreislauf. Nicht nur, dass wir aus der Natur entstehen und dorthin nach dem Tod quasi wieder zurückkehren. Auch die Lebenszeit jedes Einzelnen besteht aus Wiederholungen. Einige sind sehr schön, wie das tägliche Abendessen oder Weihnachten. Andere eher weniger. Für mich wären das unter anderem Arzttermine, Prüfungen und Silvester. Ja genau, das Fest des Jahres!

In einem Beitrag vom 15. Januar 2014 schrieb ich über meine Pläne für den Sommer. Das Fazit: Mit dem Fahrrad bin ich öfter mal zur Bibliothek gefahren, jeweils einmal zur Uni, durch Herrenhausen und eine Runde um den Maschsee mit anschließendem Museumsbesuch. Ausbaufähig.Getanzt habe ich auch einige Male, die Zahl bewegt sich wohl ungefähr im Bevölkerungsfeierdurchschnitt; sofern es diesen überhaupt gibt. Meinen Opernsommernachtstraum habe ich mir schon im Frühling erfüllt. Die Bachelorarbeit habe ich natürlich geschrieben, sie wurde tatsächlich pünktlich fertig! Geschwommen bin ich leider nicht. Den einen Tag, als ich im Bikini bis zu den Knien im See stand, zählt nicht. Neben den Badeanstalten mussten auch die Dachlounges ohne mich auskommen. Die einzige Chance, meine Bräune ein bisschen zu intensivieren bot sich im Italienurlaub. Cris Cab habe ich übrigens einige Male gehört und (im TV) gesehen. Die italienischen Radiostationen schienen „Loves me not“ zu mögen. Zuletzt: das aufgezählte Obst wurde nach Plan wiederholt verzehrt.

Eigentlich finde ich Neujahrsvorsätze völlig Banane, deshalb werde ich mit ebendieser Tradition nun brechen. Hat man nicht jeden Tag die Möglichkeit etwas zu verändern? Sport, Zeitmanagement, Ernährung, Nächstenliebe. Es gibt so viel guten Willen auf der Welt, besonders an Silvester. Ich finde dieses Gefühl am letzten Tag eines Jahres absolut schrecklich. Der hausgemachte Stress, das neue Jahr perfekt zu beginnen, stürzt mich immer wieder in Grübeleien. Dieses Mal werde ich es anders machen. Die Silvesternacht ist doch schlicht betrachtet wie jede andere, nur mit Feuerwerk und viel gutem Essen.

Mein einziger Vorsatz für 2015: Mit Wunderkerzen von einer Rakete zur nächsten hetzen, alles abfeuern und abfeiern, mich am in Farbenglitter getauchten Nachthimmel erfreuen und dabei bloß keine tiefenphilosophischen Themen durchackern.

Quelle Titelfoto

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