Neue Musikperlen

Ich habe erneut in meiner gedanklichen Plattensammlung gekramt. Die existiert zu großen Teilen wirklich nur im meinem Kopf, denn die Musik höre tatsächlich überwiegend im Internet. Herausgekommen sind wieder einige Musikperlen, die ich (passend zur anstehenden Jahreszeit) wärmstens empfehle.

Letzten Freitag habe ich Radio gehört. Das kommt schon mal vor. Aber eine Neuvorstellung für die votebaren N-Joy Top 30 hat meine Aufmerksamkeit vollkommen auf sich gezogen. Die neuseeländische Sängerin Lorde hat (laut Moderator) mit „Tennis court“ etwas geschaffen, das sich „Eiswürfel anhören würden“. Wenn sie denn könnten. Das klingt erstmal schräg; das Video wirkt ebenso. Aber schließen wir die Augen und lassen uns auf den steril produzierten Elektronikwogen treiben, verstehen wir was gemeint ist. Nun mein Aufruf: Helft mit, besagte N-Joy Top 30 musikalisch aufzuwerten und votet noch bis Donnerstag für Lorde!

http://vimeo.com/690673547

Fenech-Soler gibt es schon seit 2006. Aufgefallen sind sie mir ungefährt 2011, als ich auf „Stop and stare“ gestoßen bin. Das Video spielt in Paris bei Nacht. Frontmann Ben Duffy läuft an der Seine und durch die Metro. Später sieht man die Band quasi beim Aufritt in bunten Paillettenshirts und teilweise maskiert. Die Jungs trauen sich was! Es gibt noch ein Zweitvideo, das ich aber weniger cool finde. Es spielt auf einem Schrottplatz; überall blinkende Fernseher und Kinder. Schaut und hört euch lieber „Demons“ an, ein ebenfalls sehr kunstvolles Video mit buntem Staub in der Luft, etwas Glitzer und wallende Kleidern.

Mein dritter Tipp ist/sind Haim, bestehend aus den Schwestern Danielle, Alana und Este Haim. Die drei wecken in mir den Wunsch, wieder unglaublich lange Haare zu haben, die dann leicht gewellt wahlweise im Wind fliegen oder beim Tanzen im Takt wippen. Ja, da kommt wieder der Detailfreak in mir durch. Wie auch immer, die Videos von Haim sind recht ästhetisch. In „Falling“ springen die Mädels durch die Wildnis und tanzen nachts ums Lagerfeuer. Das Debütalbum „Days are gone“ soll noch diesen Monat auf den Markt kommen, dann wird sich zeigen, ob die Masse mehr will. Ich für meinen Teil sage „ja“!

Der heutige Rausschmeißer ist Leslie Clio. Ihr Smasher „I couldn’t care less“ tötet durch Radio jeden Restnerv. Leslie selbst als Gast bei der EinsPlus-Sendung „It’s Fashion“ von Modebloggerin Jessie Weiß leider auch. Hoffen wir mal, dass sie nur eine schlechten Tag hatte. „Twist the knife“ ist düsterer als die Vorgänger. Offensichtlich geht es hier um eine verlorene Liebe und tatsächlich droht an manchen Stellen die musikalisch vertonte Depression.

Nein, so kann das ganze nicht enden. Schwermut tut keinem gut. Als kleine Aufmunterung folgt deshalb das nun wirklich letzte Video von Rooney. Habe ich schon jemals erwähnt, dass ich total auf Rollschuhdisco stehe?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s